Onkologische Zentren

Zertifizierung
Für onkologisch spezialisierte Gesundheitseinrichtungen besteht die Möglichkeit, die Erfüllung der Fachlichen Anforderungen durch OnkoZert, einem Institut im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens überprüfen zu lassen. Nach erfolgreichem Abschluss des Zertifizierungsverfahrens wird durch ein ausgestelltes Zertifikat als Organkrebszentrum (z.B. Brustkrebszentrum, Darmkrebszentrum) die Anerkennung durch die DKG und weiterer medizinischer Fachgesellschaften bestätigt.
Bei den Onkologischen Zentren (OZ) werden im Gegensatz zu den Organkrebszentren mehrere Tumorentitäten mit Hilfe von definierten Fachlichen Anforderungen betrachtet. Durch die Onkologischen Zentren werden Synergien unter den einzelnen Organ-Versorgungsstrukturen systematisch positiv beeinflusst.

An der UMG sind neben bereits seit langem bestehenden zertifizierten Organkrebszentren (Brustzentrum und Gynäkologisches Zentrum) im Jahr 2014 das zertifizierte Lungentumorzentrum und im Herbst 2016 das zertifizierte Darmkrebszentrum hinzugekommen. Auf diesen aufbauend erfolgte im November 2016 die erfolgreiche Zertifizierung zum Onkologischen Zentrum des UniversitätsKrebszentrums (G-CCC).

Krebstherapie
Im G-CCC steht das gesamte Spektrum neuester krebstherapeutischer Maßnahmen
unter einem Dach zur Verfügung: Von modernen chirurgischen Verfahren wie beispielsweise mit dem daVinci®-Robotersystem über die Hochpräzisions-Strahlentherapie bis zu innovativen medikamentösen Behandlungsformen. Dies ermöglicht die Anpassung an das individuelle Krankheitsbild.

Studienteilnahme
Das UniversitätsKrebszentrum Göttingen (G-CCC) bietet solchen Patient(inn)en, welche die jeweiligen Voraussetzungen zur Teilnahme an für ihr Erkrankungsbild passenden klinischen Studien erfüllen, schon heute den Zugang zu aussichtsreichen Therapieverfahren von morgen.

Diagnostik und Therapiebegleitung
Modernste Untersuchungsmethoden im Institut für Pathologie der Universitätsmedizin Göttingen erlauben eine schnelle und präzise Bestimmung des jeweiligen Tumors bereits anhand kleinster Gewebeproben. Dies eröffnet die Möglichkeit zur Entwicklung von Therapieplänen,die passgenau auf das individuelle Krankheitsbild abgestimmt sind. Darüber hinaus verfügt das UniversitätsKrebszentrum Göttingen (G-CCC) über hervorragende Expertise zum zielorientierten Einsatz neuester bilddiagnostischer Instrumente.

Tumorboards
In mehr als 15 überwiegend wöchentlichen Fallkonferenzen begutachten Expert(inn)en aller für das individuelle Krankheitsbild einschlägigen Disziplinen die Diagnosen und Krankheitsverläufe unserer Krebspatient(inn)en. Hier werden Empfehlungen für die bestmögliche Therapie auf Basis aktueller Leitlinien und neuester Standards erarbeitet.

Psychoonkologische Betreuung
Ein vom UniversitätsKrebszentrum Göttingen (G-CCC) koordiniertes Netzwerk speziell geschulter Psychoonkolog(inn)en bietet Unterstützung für Patient(inn)en und deren Angehörige.

Bewegungsprogramm
Durch gezielte Kooperationen erhalten alle Patient(inn)en unter Anleitung einer Sportphysiologin die Möglichkeit zu Ausgleichsgymnastik und systematischer Mobilisierung.

Ernährungsberatung
Eine Ernährungsberaterin hilft, die Verträglichkeit einer Krebstherapie bereits durch eine gezielte Ernährungsanpassung deutlich zu verbessern.

IKO und Ambulantes Palliativzentrum
Während der Therapiephase oder im Anschluss an den stationären Aufenthalt können viele unserer Patient(inn)en in der Interdisziplinären Kurzzeitonkologie IKO oder im Ambulanten Palliativzentrum
behandelt werden. Dies ermöglicht den weitgehenden Verbleib im privaten Umfeld.

Breast and Cancer Care Nurse
Eine Fachkrankenschwester dient als persönliche Ansprechpartnerin für alle Fragen während der Betreuung durch unsere klinikinternen und klinikexternen Kooperationspartner. Sie steht unseren Patient(inn)en darüber hinaus auch im ambulanten Bereich beratend zur Seite.

Krebsregister
Durch die Dokumentation sämtlicher Krebserkrankungen im klinischen Krebsregister leisten wir bereits seit über 25 Jahren einen wichtigen Beitrag für kontinuierliche Qualitätssicherung und zukunftsweisende Krebsforschung.